18.05.13 - 21.05.13
New York (Vereinigte Staaten Von Amerika)
ICFF (International Contemporary Furniture Fair)
18.05.13 - 21.05.13
New York (Vereinigte Staaten Von Amerika)
FANtastic by Wanda Barcelona im Hotel W. in New York
20.05.13 - 23.05.13
Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)
20.06.13 - 22.06.13
Denver (Vereinigte Staaten Von Amerika)
Germán Álvarez und José Manuel Fernández von Cuarto Interior
Im Zentrum von Madrid, im traditionellen und gleichzeitig avantgardistischen Viertel Chueca, ist der Sitz von Cuarto Interior (www.cuartointerior.com). José Manuel Fernández und Germán Álvarez, zwei junge Architekten und Designer, haben sich 2003 gemeinsam entschlossen, dieses Design-Studio zu gründen, das heute acht Mitarbeiter hat.
Germán Álvarez ist der Kreativdirektor des Unternehmens, der die Projektentwicklung von Anfang an betreut und für die Konzepterstellung zuständig ist. José Manuel Fernández ist für die technischen Bereiche verantwortlich und führt die geschäftlichen Verhandlungen.
Während der neun Jahre des Bestehens des Unternehmens haben sie das Design für zahlreiche Einrichtungen in ihrer Heimatstadt Madrid geschaffen sowie Aufträge für die gesamte Hoteleinrichtung großer Hotels angenommen: z.B. in Doha (Qatar), SPAs in Saudi-Arabien, Hotels in Rio de Janeiro (Brasilien), wo sie u.a. zuletzt tätig waren.
IFS: Betrachtet man Ihr Auftragsbuch der kürzlich durchgeführten Projekte, so gibt es eine große Anzahl an Hotelaufträgen in den arabischen Ländern. Warum diese Tendenz?
José Manuel Fernández: Der Bereich Hoteleinrichtungen zieht uns besonders an, weil uns diese Art von Projekten viele Möglichkeiten bieten, an unterschiedlichsten Räumlichkeiten zu arbeiten: Restaurants, Spa, Business Center (ähnlich einem Projekt im Bürobereich) oder auch die Hotelzimmer, die Projekten im Wohnbereich entsprechen können.
Dazu kommt, dass wir in den letzten vier Jahren verstärkt im arabischen Raum gearbeitet haben, was auch darauf zurückzuführen ist, dass wir einen Partner gefunden haben und ein Team bilden konnten, um in diesem Umfeld zu arbeiten. In Doha (Qatar) haben wir ein eigenes Büro mit einem spanischen Partner (Grupo Gaudir); von dort realisieren wir unsere Projekte in Dubai, Saudi-Arabien, Qatar und aktuell werden wir sicherlich auch mit Projekten in Marokko beginnen.
IFS: Sie als Design-Studio haben welche Markenzeichen?
José Manuel Fernández: Uns gefällt, dass unsere Kunden unsere Bemühungen, die Projekte und deren konkrete Belange im Ganzen umfassend zu verstehen, sehr wertschätzen. Für uns ist jedes Projekt einzigartig und wir versuchen, den Interessen und den Anforderungen unserer Kunden in hohem Maße Folge zu leisten. Wenn Sie nach dem Markenzeichen fragen, so gilt zu erwähnen, dass wir bei allen Projekten, die wir durchführen, auf zwei Dinge besonderen Wert legen: Langlebigkeit und Respekt vor unserer Umwelt.
IFS: Wie setzen Sie das Kriterium Langlebigkeit bei den Projekten an?
José Manuel Fernández: Vor vier Jahren, mit dem Projekt zu einem Park für erneuerbare Energien, in einem Dorf in Castilla La Mancha (Region in Zentralspanien), wo vorher ein Atomkraftwerk betrieben wurde, haben wir das Thema schon begonnen und daran gearbeitet. Von diesem Zeitpunkt an waren wir bemüht, dass alle unsere Projekte langlebig, energiesparend und ökologisch sind und Recyclingmaterialien Verwendung finden; ein „erzieherischer“ Aspekt zur Raumnutzung für den Benutzer inbegriffen. „The Human Print Hotel“, das bei der Messe ECOBUILD in London gezeigt wurde, war z.B. ein Projekt, das unsere Zielsetzungen deutlich macht. Wir haben ein Hotelzimmer entworfen, das für Langlebigkeit steht: Recyclingmaterialien und ein Teppich mit Muster eines Fußabdrucks, als Zeichen dafür, dass der Mensch immer seine Spuren in der Natur hinterlässt.
IFS: Cuarto Interior konzentriert sich sehr auf die Innenraum-Gestaltung. Habt Ihr schon einmal über konkretes Produktdesign nachgedacht?
José Manuel Fernández: Ja, wir haben uns schon im Produktdesign versucht, z.B mit dem Stuhl Charada (eine Neuinterpretation kleiner Stuhl-Hocker ähnlich der „boite“ aus den 60er Jahren) oder mit einer spektakulären Lampe von 20 m Durchmesser, die wir spontan für eine Moschee in Abu Dhabi entworfen haben. Wir haben die Absicht, mit einem spanischen Möbelhersteller, mit dem wir für andere Projekte schon Kontakt hatten, zusammenzuarbeiten und uns mit dem Produktdesign zu beschäftigen.
Zu Beginn meiner beruflichen Karriere habe ich als Industriedesigner für Bulthaup und die Möbelkette Habitat gearbeitet; daher meine besondere Affinität zu diesem Bereich. In der Tat träume ich davon, eines Tages mein eigenes Designunternehmen zu gründen.
IFS: Auf welche Raumgestaltung oder Installation sind sie besonders stolz?
José Manuel Fernández: Unsere ersten Projekte liegen uns besonders am Herzen, vor allem jene, die sich als sehr erfolgreich präsentierten. Ein Beispiel dafür ist das Restaurant Madrilia, das mitten auf der Gran Vía in Madrid ist. Seit Eröffnung ein voller Erfolg, was – unserer Meinung nach – auf das Design der Räumlichkeiten zurückzuführen ist.
IFS: Abschließend noch zwei Fragen: Was sind die aktuellen und zukünftigen Projekte?
José Manuel Fernández: Im Moment arbeiten wir für ein Hotel in Rio de Janeiro, ein Büro in Riadh und ein Hotel in Doha (Qatar), ein Gebäudeturm mit mehr als 50 Etagen. In naher Zukunft möchten wir mehr Projekte in Brasilien in Angriff nehmen und einen neuen Markt mit Projekten in den Vereinigten Staaten beginnen.