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SANTA & COLE

Stuhl Belloch von Lagranja

Stuhl Belloch von Lagranja

Santa & Cole, Designkultur

Santa & Cole wurde vor 25 Jahren von Javier Nieto Santa, Gabriel Ordeig Cole und Nina Masó gegründet. Sie wollten Objekte entwerfen, die man sonst nirgendwo finden kann, und sich dabei ausschließlich auf die konzeptuellen Aspekte des Geschäfts fokussieren. Mit der industriellen, produktionstechnischen Seite beauftragten sie andere. So entstand eine Reihe von Leuchten wie beispielsweise TMM von Miguel Milá, die – wie Masó erläutert – andere Stücke ergänzen oder interessante Blickpunkte schaffen. Eine Herangehensweise, die heute immer noch zutrifft: Santa & Cole produziert ausschließlich Design in der Tradition der Bauhaus-Schule – d. h. solide, ästhetisch nüchterne und höchst funktionale Objekte. Von Beginn an arbeitete Santa & Cole mit einer Vielzahl von Spitzendesignern zusammen, am häufigsten mit Toni Arola, Miguel Milá und Carles Ricart. Santa & Cole verfügt zurzeit über drei Showrooms in Spanien, in Barcelona und Bilbao, sowie zwei im übrigen Europa, in Frankfurt und Mailand.

 

IFS: Welche Unternehmensphilosophie steckt hinter Santa & Cole? Wie sehen für Sie ideale Kunden aus, und wie kommen Sie an diese heran?

 

S&C: Wir setzen uns für Schönheit im alltäglichen Leben ein und verstehen unsere Objekte durchaus als Kulturgut. Unser Unternehmen besteht aus einem Team von 130 Leuten, die sich der Produktion von hochwertigem Design verschrieben haben. Wir ergänzen unseren Katalog nach sorgfältiger Prüfung mit neuen Objekten, betreuen ihre technische Entwicklung von Anfang bis Ende, vergeben und finanzieren ihre Produktion, lagern die Produkte und verkaufen sie auf der ganzen Welt. Überdies schützen wir die intellektuellen Eigentumsrechte unserer Designer vor einer möglichen Verletzung durch Dritte und tragen so zu einem höheren Wertzuwachs der Objekte bei. Unsere Kunden sind Interior Designer, Architekten und Landschaftsarchitekten, die Verständnis für originäres, modernes Design haben und die Objekte als repräsentativ für ihre Marke betrachten.

 

IFS: Warum unterhalten Sie als Designunternehmen auch einen Verlags- und einen forstwirtschaftlichen Betrieb? Wie wichtig ist für Sie der Aspekt der Nachhaltigkeit?

 

S&C: 1991 ging Santa & Cole das Risiko ein, Design-Monographien zu veröffentlichen. Wir waren davon überzeugt, dass die Objekte, die Santa & Cole herstellt, und die Bücher, die wir verlegen wollten, zusammengehören und das gleiche Ziel verfolgen: nämlich die Förderung anregender und feinsinniger Kulturgüter. Die Leitfeuer des Bauhaus sind schließlich universell und umfassen alles “vom Löffel bis zu einer Stadt” – so der von Architekt Ernesto Rogers in den 1950er Jahren geprägte Wahlspruch, den wir zu unserer Trilogie von drei Hauptanliegen erhoben haben: Menschen, Stadt und Planet. Das ist die Philosophie unseres forstwirtschaftlichen Betriebs im Parc de Belloch in Barcelona, der seit über sechs Jahren besteht. Mit dieser Unternehmung haben wir das Leistungsspektrum unserer stadtplanerischen Division erweitert. Die Hauptfunktion des Betriebs besteht darin, Materialien zu liefern, die zur Verbesserung des menschlichen Zusammenlebens in den großen Städten des 21. Jahrhunderts beitragen.

 

IFS: Welches sind die großen Herausforderungen des Unternehmens in Bezug auf Internationalisierung? Auf welchen Markt bzw. welche Märkte konzentrieren Sie sich zurzeit? Und welchen unternehmerischen Grundsätzen folgen Sie dabei?

 

S&C: Seit 2004 hat Santa & Cole die Expansion nach Europa mit der Eröffnung einer ersten Zweigstelle in Mailand gefestigt. Heute exportieren wir in über 50 Länder. Seit 2007 besteht eine Kooperation mit dem führenden amerikanischen Hersteller von Außenmöbeln und Landschaftsarchitekturbüro Landscape Forms zum exklusiven Vertrieb der Produkte des jeweils anderen Unternehmens. Im Juli 2008 haben wir unsere zweite Zweigstelle in Frankfurt eröffnet und planen in den kommenden Monaten eine weitere in Frankreich. Unser Ziel ist es, unsere Präsenz auf den europäischen Märkten zu festigen, mit Interior Design Unternehmen in den USA zu kooperieren und geschäftliche Verbindungen mit Brasilien, Mexiko, Guatemala, El Salvador und Nordafrika zu sichern.

 

IFS: Erzählen Sie uns über ihre neuesten Projekte. Planen Sie die Zusammenarbeit mit neuen Designern? Sind Sie zurzeit an bekannten internationalen Projekten beteiligt?

 

S&C: Zu den herausragenden neueren Produkten gehören sicher die Außenleuchte Oco, Belloch, ein Stuhl aus recyceltem Material von Studio Lagranja, sowie eine neue Linie, die in Zusammenarbeit mit Teixidor, einer Kooperative für handgefertigte Textilien, produziert wurde. Wir sind an Projekten mit unterschiedlichen Designern beteiligt, von denen einige internationales Renommee haben. Allerdings darf ich ihre Namen jetzt noch nicht bekannt geben. Im Bereich Interior Design waren bzw. sind wir zurzeit an speziellen Projekten für eine Reihe von Kunden beteiligt, darunter die Gebäude von Louis Vuitton in Japan und eine Bibliothek für eine der renommiertesten Universitäten in der EU.

 

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